Richtig ausgerüstet in Südamerika 1Durch die Vielfalt der Landschaften in ganz unterschiedlichen Klima- und Vegetationszonen ist Südamerika ein faszinierendes Reiseparadies. Das Spektrum reicht zum Beispiel von der trockenen Atacamawüste Chiles und Perus mit großen Höhenunterschieden in den Anden über die tropischen und subtropischen Regenwälder im Tiefland von Amazonas und Orinoco bis hin zu den vergletscherten Kordilleren Patagoniens. Individualreisende sollten daher zum Wandern und für Trekkingtouren die richtige, dem jeweiligen Ziel angepasste Kleidung mitnehmen.

Zur Grundausrüstung gehören stabile, wasserdichte Outdoor Schuhe mit rutschfester Sohle. Um ein Umknicken zu verhindern reichen sie idealerweise über die Knöchel. Dazu kommen gut am Fuß sitzende, faltenfreie Wandersocken. Es empfiehlt sich, das Schuhwerk vor der Reise einzulaufen, damit es im Urlaub keine schmerzenden Blasen oder Druckstellen gibt. Wichtig ist darüber hinaus eine leichte, strapazierfähige Oberbekleidung mit gut verschließbaren Innen- und Außentaschen. Moderne Textilien mit einer semipermeablen Membran schützen vor Regen, Wind, Kälte sowie Dornen und sorgen dafür, dass gleichzeitig Schwitzwasser ohne Wärmestau nach Außen abgeführt wird. Gute Outdoor-Kleidung sitzt nicht zu eng und einschnürend am Körper: So kann sich in kalten Regionen ein wärmendes Luftpolster aufbauen. In schwül warmen, feuchten Gebieten ist eine gute Zirkulation sichergestellt. Zum Schutz vor Kälte, Wind und extremer Sonneneinstrahlung ist ein Halstuch zu empfehlen. Es kann auch als Stirnband verwendet werden und verhindert dann, dass Schweiß zum Beispiel beim Steigen ins Gesicht läuft.

Gegen einen warmen Regen im Amazonastiefland helfen die Kapuze einer Jacke oder ein Poncho. Bei Touren im Hochland der Anden sind aber darüber hinaus eine gute Kopfbedeckung und eine hochwertige Sonnenbrille sehr wichtig. In der dünnen, trockenen Luft des bolivianischen oder peruanischen Altiplano gelangt eine intensive Sonnenstrahlung weitgehend ungefiltert und mit hohem UV-Anteil bis an die Erdoberfläche. Nur mit Hut oder Mütze kann Verbrennungen und Sonnenstich, auch bei kürzeren Ausflügen in großer Höhe, vorgebeugt werden.

Um beim Gehen die Hände frei zu haben und Wanderutensilien wie Verpflegung, Getränk oder einen warmen Pullover optimal zu transportieren, ist ein leichter, auch längerfristig bequem zu tragender Tagesrucksack zu empfehlen. Je nachdem wie die Reise geplant und organisiert wird, kommen ein großer Wanderrucksack für Reisegepäck sowie ein Schlafsack hinzu.

Für individuelle Wander- und Trekkingtouren in Südamerika gilt grundsätzlich: “Weniger ist mehr!”. Denn alles muss getragen werden. Im Hinblick auf Kleidung und Ausrüstung sollte der Reisende im Vorfeld genau überlegen und planen, was notwendig und sinnvoll ist. Natürlich sind entsprechende Einkäufe auch vor Ort möglich. Aber es ist meist besser im heimischen Fachhandel vorzusorgen als unterwegs das Nachsehen zu haben.

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